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Prüfungen



Prüfungen der Vorstehhunde

Bild links: Anne mit Enno VGP

Jeder Jagdhund sollte zur Hundeschule gehen und zumindest eine Prüfung ablegen. In der Hundeschule lernt er den Umgang mit anderen Hunden (Sozialverhalten) und mit anderen Menschen. Das stärkt das Selbstvertrauen. Ebenso wichtig ist, dass auch der Hundeführer oder die Hundeführerin eine Menge darüber lernt, wie man einen Hund erzieht und vernünftig auf die Prüfungen, bei denen einiges verlangt wird, vorbereitet.

Bild unten: Heinz mit Franzi VGP
Man lernt aus den Fehlern und den Erfolgen der anderen Hundeführer/innen und kann die Fähigkeiten des Hundes und die eigenen Fähigkeiten besser einschätzen.

Zumindest die Brauchbarkeitsprüfung sollte abgelegt werden, schon allein aus versicherungstechnischen Gründen. Bei einem Unfall zahlen einige Versicherungen nur, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Hund jagdlich brauchbar ist.

Weitere Prüfungen sind

  • die Verbandsjugendprüfung (VJP), eine Prüfung der Anlagen im Feld, die der Hund von Natur aus mitbringt, darunter Nase, Führigkeit, Arbeitsfreud etc.
    Diese Prüfung findet immer im Frühjahr statt, die Hunde müssen mindestens 5 Monate und dürfen höchstens 17 Monate alt sein
  • die Herbstzuchtprüfung (HZP), eine erweiterte Prüfung der Anlagen im Feld und im Wasser, bei der auch schon Gehorsam und Abrichtefächer wie z.B. das Apportieren geprüft werden.
    Diese Prüfung findet immer im Herbst statt, das Alter der Hunde beträgt maximal 2 Jahre
  • die Verbandsgebrauchsprüfung (VGP), die „Meisterprüfung“ der Vorstehhunde über 2 Tage mit über 30 Fächern.
    Neben den Arbeiten im Feld (Suche, Schleppen, Vorstehen) und im Wasser (Suchen und Bringen von Enten) kommen jetzt die Waldfächer dazu, z.B. Fuchs- und Kaninchenschleppe, Fuchs apportieren über Hindernis, Stöbern, Verhalten auf dem Stand bei einer inszeinierten Drückjagd, Schweißfährte etc..
    Bei der Schweißfährte können die Hunde auch als Zusatzfächer ihre Fähigkeiten als Totverbeller oder Bringselverweiser unter Beweis stellen.


VJP und HZP zusammen oder VGP sind Voraussetzung für die Zucht der KlM.

Form und Haar der Hunde werden auf den Zuchtschauen in verschiedenen Altersklassen bewertet. Auch hier sind Mindestnoten die Voraussetzung zur Zucht.
Nur mit einem korrekten Körperbau kann ein Hund die volle Leistung bringen, und ein dichtes Haar schützt ihn vor Verletzungen durch Dornen und vor der Kälte des Wassers im Winter auf der Entenjagd.

Übrigens: Alle zum Zuchteinsatz kommenden Hunde müssen HD-geröntgt und frei von Schäden am Hüftgelenk sein - diese schlimme Krankheit, die vielen Schäferhunden und Dackeln das Gehen zur Qual macht, kommt bei den Kleinen Münsterländern so nicht mehr vor.

Weitere Prüfungen sind:
  • Verbandsschweißprüfung (20 und 40 Stundenfährte über 1000 m)
  • die Prüfung der Bringtreue
  • Sonderleistungen wie Stöbern hinter Schwarzwild, Armbruster Halteabzeichen etc.
  • Mehr zu den Hundeprüfungen und anderen Dingen um den KLM finden sie auf den Internetseiten des Verbandes für Kleine Münsterländer, Links dazu siehe unter „Partner“